Notstromaggregate für den Krisenfall
Der Stromausfall in Berlin Anfang des Jahres hat eindrücklich vor Augen geführt, wie anfällig die Energieinfrastruktur in Deutschland sein kann. Zehntausende Haushalte waren tagelang ohne Strom - mit allen Folgen, die das nach sich zieht: kein Licht, kein warmes Wasser, keine Küche, keine Heizung, keine Informationen ohne TV, Telefon, Internet. Der Anschlag hat den dringenden Handlungsbedarf für Krisenvorsorge in Deutschland verdeutlicht.
Die Gemeinde Petersberg hat nun einen weiteren Schritt in Richtung Resilienz unternommen und Notstromaggregate angeschafft. Damit kann sowohl das Rathaus als Treffpunkt eines Krisenstabs als auch das Propsteihaus als Notunterkunft mit Strom versorgt werden. Die Tanks der Geräte umfassen mehrere Hundert Liter Diesel, mit denen Strom für bis zu 24 Stunden zur Verfügung gestellt werden kann. Die Aggregate sind zudem mobil und könnten auch in anderen Gebäuden eingesetzt werden. Die Gemeinde hat etwa 80.000 Euro investiert. “Das ist keine geringe Summe - und das bei Geräten, von denen wir hoffen, sie nie für den Ernstfall zu benötigen. Aber dennoch ist es wichtig, Vorkehrungen zu treffen. Der Staat ist auch auf der kommunalen Ebene gefordert, Resilienz zu stärken und im Krisenfall Handlungsfähigkeit zu demonstrieren”, erklärt Bürgermeisterin Claudia Brandes die Notwendigkeit der Anschaffung. Die Gemeinde wolle sich auch aufgrund der Weltlage verstärkt dem Thema Katastrophenschutz widmen.