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Hochwasserschutz in Petersberg

 

Was passiert nach den Schadensereignissen im Frühjahr in Margretenhaun?
 
Auch ein gutes halbes Jahr nach dem zweimaligen Hochwasser in Margretenhaun haben die Anwohner an Haune und Wanne noch mit den Folgen zu kämpfen. Nach diesen Naturereignissen haben sich die gemeindlichen Gremien mit dem Thema befasst, und die Verwaltung beauftragt, Vorschläge zu erarbeiten, um in Zukunft bei solchen Ereignissen besser abgesichert zu sein. Bei Naturgewalten ist dies ein schwieriges Unterfangen.
 
In einem  ersten Schritt  wurde ein Ingenieurvertrag mit einem Ing.-Büro geschlossen, da die Verwaltung für diese speziellen Planungen nicht über das notwendige Fachwissen und die personellen Kapazitäten verfügt. Dieses Büro erarbeitet ortsübergreifend ein Konzept in Zusammenarbeit mit unseren Nachbargemeinden Hofbieber, Dipperz, Künzell und anderen Gemeinden in der Rhön.
Kleinere konkrete Maßnahmen (Ufersicherungen und Erosionsmaßnahmen) an Gewässern III. Ordnung wurden bereits an der Haune im Bereich Böckels und am Sommersbach im Bereich Melzdorf auf Veranlassung der Verwaltung baulich umgesetzt.
Der Wasserverband Haune hat die Gewässer „Haune und Wanne“ bereits wasserbaulich überprüft und  Abflusshindernisse beseitigt oder die Flussläufe gereinigt.
 
Es muss allerdings festgestellt werden: Ein natürlicher Rückhalt oder die Versickerung an dem Niederschlagsort wird auch durch vorhandene Dränagen der umliegenden, landwirtschaftlich genutzten Felder, verhindert, da. die Dränagen die Wassermengen schneller zu den Vorflutern und Hauptsammlern führen. Um ein übergreifendes Hochwasserschutzkonzeptes zu erstellen,  sind  weitreichende Planungen eine grundlegende Voraussetzung und wasserrechtliche Genehmigungsanträge notwendig.
 
Die vom Ortsbeirat Margretenhaun erarbeiteten Ideen werden bei der Konzeption berücksichtigt. Dabei sind die Auswirkungen, Flächenverfügbarkeit und die Umsetzbarkeit der einzelnen Ideen in Abstimmung mit den betreffenden Behörden, Straßenbauverwaltung und auch Wasserverband Haune, Fischereiverbände, Feuerwehren, THW usw. zu prüfen und in die  Planung einzuarbeiten. In einem weiteren Schritt wird auch über ein Konzept zur Risikokommunikation nachgedacht. D.h.: in der konstruktiven Bewältigung und Überwindung von risikobezogenen Konflikten ist die „Risiko-Kommunikation“ ein unverzichtbares Mittel für die Prävention und die Bewältigung von Krisenfällen. Der (kommissarische) Gemeindebrandinspektor ist eingebunden.
 
Das Ingenieurbüro hat mit seiner Arbeit bereits begonnen. Die Abstimmung  mit den Nachbargemeinden erfolgt. Darüber hinaus konnte die Gemeinde Petersberg bereits im Jahr 2017 (vor den Hochwasserereignissen im April 2018) einen Fuldaer Studenten gewinnen,  der im Rahmen einer schriftlichen Ausarbeitung (Masterarbeit) für das Einzugsgebiet von Margretenhaun ein Hochwasserschutzkonzept an der Uni Erfurt erstellt. Diese Masterarbeit wird durch einen Erfurter Professor begleitet und soll der Gemeinde Petersberg in den nächsten Tagen vorgestellt werden. Das Ing.-Büro ist auch hierbei eingebunden.
 
All die genannten Maßnahmen sollen zu einem hochwertigen Hochwasserschutz der Gemeinde Petersberg führen, wenngleich an dieser Stelle nochmals betont werden muss, dass kein 100%iger Schutz möglich ist.
 
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