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Neue Perspektiven für die Interkommunale Zusammenarbeit

Rund zehn Jahre ist es her, dass die vier Kommunen der Stadtregion mit einer Vereinbarung den Startschuss für eine gemeinsame Entwicklung von Gewerbeflächen gaben. Jetzt ziehen die Stadt Fulda sowie die Gemeinden Eichenzell, Künzell und Petersberg eine vorläufige Bilanz der bisherigen Entwicklung.

 
Ein wichtiges Ziel des Projekts war und ist es, interessante Unternehmen in der Stadtregion auch in den Unterzentren mit Flächen an der Autobahn anzusiedeln und dabei gemeinsam aufzutreten. Im Verlauf der Zusammenarbeit wurde jedoch deutlich, dass der Engpass zunehmend beim gemeinsamen Flächenankauf liegt. Außer den von der Gemeinde Eichenzell in die Vereinbarung eingebrachten Flächen konnten seit 2010 für das interkommunal geplante Gebiet keine weiteren Flächen mehr erworben werden. Grund dafür ist die stetige Verschärfung der Lage auf dem Grundstücksmarkt in den vergangenen zehn Jahren. Auch wenn den beteiligten Kommunen vereinzelt Flächenankäufe gelingen, ist daher ein größerer interkommunaler Gewerbestandort in der Stadtregion kurzfristig nicht realisierbar.


Aus diesem Grund soll nun der der Vertrag aus dem Jahr 2010 an die aktuelle Entwicklung angepasst werden. Unter anderem hat sich die Fokussierung auf wenige vorgeschlagene Standorte nicht bewährt. Um möglichst bald neue Perspektiven zu eröffnen, streben die beteiligten Kommunen den Abschluss einer neuen Vereinbarung an.

 

Grundsätzlich soll die Interkommunale Zusammenarbeit in der Stadtregion Fulda auch über das Jahr 2025 hinaus fortgesetzt und weiter intensiviert werden. Dazu will die Lenkungsgruppe der Verwaltungschefs aus den beteiligten Gemeinden bis Ende 2022 eine neue Vereinbarung erarbeiten. Dabei soll auch die Option geprüft werden, weitere Kommunen rund um Fulda einzubeziehen. Die Zusammenarbeit soll eine gemeinsame Strategie zum Flächenankauf enthalten sowie eine angemessene Verteilung von Aufwand und Ertrag.

 

Die Bürgermeister der Stadtregion stimmen darin überein, dass sie zunächst in den Jahren 2022 bis 2024 keine Zahlungen aus dem Vertrag leisten bzw. auf Forderungen verzichten. Entsprechende Beschlussvorlagen sollen in die jeweiligen kommunalen Gremien eingebracht werden.

 

„Wir alle bekennen uns gemeinsam zu dem Ziel, unsere Zusammenarbeit in Zukunft noch weiter zu intensivieren“, erklären die Bürgermeister Carsten Froß (Petersberg), Johannes Rothmund (Eichenzell), Timo Zentgraf (Künzell) und Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (Fulda) übereinstimmend.


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